Ein Tag im Tutorium 
Es ist Dienstag, 12.05 Uhr, und am immer näher kommenden Stimmengewirr kann man schon merken: Es geht wieder los! Das Tutorium beginnt.
Im Raum N 0.3, dem Herzstück des Tutoriums, finden sich die ersten Schüler der Jahrgangsstufe 5 ein und reservieren sich ihre Plätze. Die Betreuer-Schüler der Stufen 11 bis 13 holen sich ihre Namensschilder und verteilen sich auf die beiden Räume, in denen es vor Fünftklässlern nur so wimmelt. Langsam wird es ruhiger, die Gespräche ebben ab und die Kinder beginnen mit ihren Hausaufgaben.
Schon bald kommen die ersten Fragen auf, es wird erklärt, gerechnet, geschrieben und gemalt. Die Zeit rast dahin und ehe man sich versieht, ist es schon 13 Uhr und Mittagspause. Die Kinder eilen mit ihren „Fünf-Minuten-Terrinen“, Tupperdosen und Pizza-Kartons in die Pausenhalle. Dort warten schon heißes Wasser, der vorgeheizte Backofen und die Mikrowellen, die umgehend mit Beschlag belegt werden.
Anschließend erfolgt das gemeinsame Mittagessen an den Tischen. Inzwischen sind auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 8 eingetrudelt und haben ihre Taschen in die Räume gebracht. In Gang N 0 herrscht reges Treiben. Es wird gelacht und erzählt, während die ersten Kinder sich schon mit dem Fußball auf den Weg zum Sportplatz machen. Einige Kinder ziehen los zum Spiele-Parcours, andere versuchen sich mit Stelzenlaufen, Tischtennis oder Tennis. Auch Gesellschaftsspiele stehen zur freien Verfügung.
Schließlich ist es 13.30 Uhr und die Schüler finden sich wieder in den Räumen ein, um die Hausaufgaben fortzusetzen bzw. sie zu beginnen. Während die einen an einer Mathematik-Aufgabe tüfteln, hat sich in einer anderen Ecke des Raumes schon eine kleine Gruppe gefunden, die die zuletzt besprochene Englisch-Grammatik wiederholt. Am Computer in N 0.3 sitzt ein Schüler an einer Internet-Recherche für Biologie, und im Nebenraum stehen drei Fünftklässlerinnen an der Tafel und machen einen Vokabeltest. Eine Betreuer-Schülerin aus der Jahrgangsstufe 13 versorgt eine Gruppe Sechstklässler mit Übungsaufgaben für die nächste Lateinarbeit.
Die meisten Schüler, vor allem der höheren Klassen, sind bis zum Ende des Tutoriums um 15 Uhr mit ihren Hausaufgaben, Übungsaufgaben oder Klassenarbeitsvorbereitung beschäftigt. Andere Kinder, die schon fertig sind, versuchen Knobelaufgaben zu lösen, machen Schönschreibübungen oder malen. Um 14.30 Uhr dürfen die ersten Kinder wieder hinaus auf den Schulhof oder den Sportplatz, um sich von den Anstrengungen der letzten zwei Stunden zu erholen und sich ein wenig auszutoben.
Ab 14.45 Uhr wird es wieder ruhiger in Gang N.0. Die Räume leeren sich, einige Schüler dürfen schon nach Hause gehen, andere sind längst draußen, und ein paar Schülerinnen der fünften Klasse können sich vom Schulleben gar nicht mehr losreißen und nutzen einen der Klassenräume, um selbst Schule zu spielen.
Ein Tag im Tutorium an Sankt Ursula geht zu Ende; wieder ein Tag mit viel Lernen, Üben und Arbeiten, aber auch mit viel Spaß, Lachen und Freude - und mit dem Wissen, dass Hausaufgaben erledigen in der Gemeinschaft mit Mitschülern, Freunden und anderen Kindern wirklich Spaß macht!
„Ich finde das Tutorium toll, weil ...“ - Schülerantworten
Ole: „... ich um 15.00 Uhr schon mit den Hausaufgaben fertig bin.“
Laura und Jahn: „...wir Neues lernen und neue Freunde finden.“
Matteo: „... man nach den Hausaufgaben für die nächste Arbeiten zusammen lernen kann.“
Sara und Presley: „... wir im Tutorium in jedem Fach Hilfe bekommen.“
Jennifer und Johanna: „...wir nach dem Tutorium keine Hausaufgaben mehr machen müssen.“
Laura, Jennifer und Jahn: „... wir im Tutorium zusammen essen können und unser Lieblingsessen mitbringen können.“
Sara, Johanna, Jennifer, Laura: „...wir mit unseren Freundinnen jeden Tag länger zusammen sind und spielen können.“
Ole, Presley, Matteo, Jahn, und Laura: „... wir draußen Fußball, Tischtennis oder drinnen Kicker, Mensch ärgere dich nicht oder andere Gesellschaftsspiel spielen können.“













